Aktuelles

  • thomas ruckstuhl | © thomas ruchstuhl

    Publiziert am 31.05.2026

    «Stägefescht» Pfarreifest St. Ursen

    Sonntag, 14. Juni 2026, 10.00 Uhr, St.-Ursen-Kathedrale Solothurn.

    Eucharistiefeier mit den anderssprachigen Gemeinschaften, anschliessend Begegnung im Pfarrgarten.

  • www.ohalaetz.ch | © stefan schwarz

    Publiziert am 04.06.2026

    Musikalische Andacht

    Donnerstag, 18. Juni 2026, 19.30 Uhr, Kirche St.-Marien Solothurn.

    Facettenreiche Volksmusik mit Ohalätz.

  • caritas | © caritas

    Publiziert am 11.06.2026

    Digi-Treff mit Kurzinput

    Donnerstag, 25. Juni 2026, 16.00 - 17.45 Uhr, Zentralbibliothek, Bielstrasse 39, Solothurn.

    Thema: Sicherheit und Privatsphäre

  •  Unsprash von WordSwag  | ©  Rimond Klavins

    Publiziert am 14.06.2026

    Ankerpunkt-Gottesdienst

    Sonntag, 28. Juni 2026, 10.30 Uhr, in der Kirche St. Niklaus.

    Unser Gast beim nächsten Ankerpunkt ist Felix Wettstein, Alt-Nationalrat.

  • https://pixabay.com/de/photos/topf-nudeln-teigwaren-lebensmittel-3909716/ | © rita e.

    Publiziert am 16.06.2026

    Mittagstisch St. Marien

    Dienstag, 30. Juni 2026, 12.00 Uhr, Pfarreiheim St. Marien Solothurn.

    Zäme ässe – zäme si. Jeweils am letzten Dienstag im Monat. Weitere Infos finden Sie auf dem Flyer.

  • guido schenker | © denkmalpflege kanton solothurn

    Publiziert am 23.06.2026

    Sommerkonzerte

    Dienstag, 7.-28. Juli 2026, 18.00 Uhr, St.-Ursen-Kathedrale, Solothurn. Detailliertes Programm: www.orgelkonzertesolothurn.com

Nächste Gottesdienste

Unser Kirchenblatt

St. Peters Kapelle | © annina schmidiger

Im Kirchenblatt der römisch-katholischen Pfarreien im Kanton Solothurn können Sie aktuelle Informationen zu Gottesdiensten und Veranstaltungen, Impulse und Gedanken nachlesen.

Aktuelle Online Ausgabe Kirchenblatt

pixabay-artyangel-water-2630618 | © sue rickhuss

Leitartikel vom 14. Juni bis 27. Juni

«Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden» (Joh 3,30)

Am 24. Juni feiert die katholische Kirche das Hochfest der Geburt von Johannes der Täufer. Neben Jesus und Maria gehört Johannes zu den wenigen Heiligen, bei denen nicht nur der Todestag, sondern ausdrücklich auch der Geburtstag gefeiert wird. Das zeigt seine besondere Bedeutung in der Heilsgeschichte:

Johannes ist der Wegbereiter Christi. Sein ganzes Leben weist auf Jesus hin. Nicht sich selbst stellt er in den Mittelpunkt, sondern den, der nach ihm kommt. Seine Worte sind bis heute ein geistlicher Wegweiser: «Er muss grösser werden – ich muss kleiner werden.»

Dieses «Hinweisen auf Christus» geschieht auch in jeder Taufe. In ihr beginnt ein neuer Lebensweg mit Gott.

Als Kirche dürfen wir Menschen auf diesem Weg begleiten – vom Taufgespräch bis zur Feier selbst. Immer wieder sind diese Begegnungen berührend und voller Leben. Besonders schön ist es, wenn bereits ein älteres Geschwisterkind da ist und aufmerksam in die Feier miteinbezogen wird: wenn es dem Wasser zuschaut und neugierig fragt, was nun geschieht, oder wenn es seine Taufkerze in den Händen halten darf. Kinder spüren oft sehr gut, dass hier etwas Besonderes gefeiert wird.

Die Bedeutung der Taufe zeigt sich auch in ihren Zeichen. Das Wasser steht für Reinigung und neues Leben. Es erinnert daran, dass Gott uns annimmt und neues Leben schenkt. Die Salbung mit Chrisam verweist auf die Würde des Menschen: Der Täufling gehört zu Christus und ist gesalbt zum Leben aus dem Glauben. Die Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet – Christus selbst ist das Licht des Lebens, das unseren Weg begleitet. Das weisse Taufkleid schliesslich ist Zeichen der neuen Würde und der Freude darüber, dass der Mensch in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wird.

Viele historische Taufkapellen – sogenannte Baptisterien – wurden achteckig gebaut. Das Oktogon symbolisiert den «achten Tag», den Tag der Auferstehung und des ewigen Lebens. Durch die Taufe wird der Mensch hineingenommen in diese Hoffnung auf neues Leben mit Christus.

Neben der Kindertaufe entscheiden sich heute auch vermehrt Erwachsene für die Taufe. Oft steht am Anfang eine persönliche Glaubenserfahrung oder die Sehnsucht nach einer tieferen Beziehung zu Gott. In mehreren Vorbereitungsgesprächen setzen sich die Taufbewerberinnen und Taufbewerber mit dem christlichen Glauben auseinander. Die Feier der Taufe geschieht dann in einem festlichen Rahmen; häufig empfangen die Erwachsenen in einer weiteren Feier auch das Sakrament der Firmung.

Johannes der Täufer erinnert uns daran, dass jeder Mensch berufen ist, auf Christus hinzuweisen – mit seinem Leben, seinem Glauben und seiner Hoffnung. Allen, die sich selbst oder ihre Kinder auf die Taufe vorbereiten, wünsche ich offene Herzen, Freude und Gottes Segen. Und für alle Getauften gilt die Zusage: Gott geht mit uns – heute und an jedem neuen Tag.
Stefan Keiser, Pfarreiseelsorger