Aktuelles

  • Unsprash von WordSwag  | © Rimond Klavins

    Publiziert am 05.04.2026

    Ankerpunkt-Gottesdienst

    Sonntag, 19. April 2026, 10.30 Uhr, in der Kirche St. Niklaus.

    Unser Gast beim nächsten Ankerpunkt ist Mathias Schüz, Physiker, Philosoph, Pädagoge & Unternehmensethiker.

  • caritas | © caritas

    Publiziert am 12.04.2026

    Digi-Treff mit Kurzinput

    Donnerstag, 23. April 2026, 16.00 - 17.45 Uhr, Zentralbibliothek, Bielstrasse 39, Solothurn.

    Thema: Twint

  • https://pixabay.com/de/photos/akkordeon-musik-instrument-klang-6090482/ | © michael jahn

    Publiziert am 09.04.2026

    Musikalische Andacht

    Donnerstag, 23. April 2026, 19.30 Uhr, Kirche St.-Marien Solothurn.

    Virtuose Volksmusik.

  • pixabay.com | ©  clickerhappy

    Publiziert am 11.04.2026

    Jugendgottesdienst

    Samstag, 25. April 2026, 18.30 Uhr, Kirche St. Pantaleon Günsberg.

    Vier Jugendliche auf dem Firmweg sprechen über Schule, Lehre, Stress, soziale Medien, Sucht und Sicherheit im Leben.

  • https://pixabay.com/de/photos/topf-nudeln-teigwaren-lebensmittel-3909716/ | © rita e.

    Publiziert am 14.04.2026

    Mittagstisch St. Marien

    Dienstag, 28. April 2026, 12.00 Uhr, Pfarreiheim St. Marien Solothurn.

    Zäme ässe – zäme si. Jeweils am letzten Dienstag im Monat. Weitere Infos finden Sie auf dem Flyer.

  • stefan keiser | © stefan keiser

    Publiziert am 25.04.2026

    Wallfahrt Oberdorf

    Samstag, 9. Mai 2026, 11.00 Uhr, Wallfahrtskirche Oberdorf,
    Eucharistiefeier.

    Mit Treffpunkten für Fusspilger und Velopilger, gemäss Flyer.

Nächste Gottesdienste

Unser Kirchenblatt

St. Peters Kapelle | © annina schmidiger

Im Kirchenblatt der römisch-katholischen Pfarreien im Kanton Solothurn können Sie aktuelle Informationen zu Gottesdiensten und Veranstaltungen, Impulse und Gedanken nachlesen.

Aktuelle Online Ausgabe Kirchenblatt

thomas ruckstuhl | © thomas ruckstuhl

Leitartikel vom 19. April bis 2. Mai

Ihr seid ein Brief Christi

In diesen nachösterlichen Tagen lesen wir in der Apostelgeschichte vom mutigen Zeugnis der Jünger Jesu, die sich als Gesandte auf den Weg machen. Dieses Gesandtsein erinnert mich an das Bild des Apostels Paulus, das eine überraschende Aktualität erhält: «Ihr seid erkennbar als ein Brief Christi» (2 Kor 3,3). In einer Zeit, in der kirchliche Bindungen brüchig werden und grosse Institutionen an Selbstverständlichkeit verlieren, verschiebt sich das Gewicht: Glaube zeigt sich weniger in Strukturen als im gelebten Alltag. Christen sind heute oft die einzige «Bibel», die andere noch lesen können.

Das ist Anspruch und Zumutung. Denn persönliches Glaubenszeugnis geschieht nicht im luftleeren Raum, sondern im konkreten Leben – mit all seinen Brüchen, Grenzen und Unzulänglichkeiten. Wer sich als «Brief Christi» versteht, steht nicht für makellose Perfektion, sondern für Echtheit. Nicht Tinte und Papier sind entscheidend, sondern das, was «in lebendige Herzen» geschrieben ist.

Der Vergleich mit dem Brief ist dabei mehr als ein schönes Bild. Er erinnert an eine Kultur des Dialogs, der Bedächtigkeit und der Tiefe – ein Gegenentwurf zur oft schrillen, verkürzten Kommunikation der Gegenwart. Briefe wollen in Ruhe gelesen und verstanden werden, sie suchen Resonanz, nicht Applaus. In diesem Sinn ist christliches Zeugnis kein lauter Wettbewerb, sondern ein stilles, beharrliches Gespräch mit der Welt und ihren Fragen.

Dabei gilt: Nicht jeder Brief erreicht sein Ziel. Missverständnisse, Ablehnung oder Gleichgültigkeit gehören dazu. Auch das Scheitern ist Teil dieser «Briefexistenz». Doch gerade darin liegt eine entlastende Perspektive: Der Absender bleibt Christus selbst. Wir Menschen schreiben mit unserer eigenen, unvollkommenen Handschrift – und dürfen darauf vertrauen, dass auch Bruchstücke Sinn tragen.

So bleibt der Zuspruch bestehen: «Ihr seid ein Brief Christi.» Ein Auftrag, der weder laut noch spektakulär sein muss, aber sichtbar werden kann – in Herzlichkeit, in Ernsthaftigkeit, in Versöhnlichkeit. Vielleicht liegt gerade darin seine Kraft: dass er nicht glänzen will, sondern berühren.
Thomas Ruckstuhl, leitender Priester