Nächste Gottesdienste
Unser Kirchenblatt
Im Kirchenblatt der römisch-katholischen Pfarreien im Kanton Solothurn können Sie aktuelle Informationen zu Gottesdiensten und Veranstaltungen, Impulse und Gedanken nachlesen.
Leitartikel vom 28. Juni bis 25. Juli
Ein Lob auf den Grund des Grundes,
den Sinn und die Tiefe des Lebens
Am 31. Juli 2026, dem Festtag des Heiligen Ignatius von Loyola, werde ich teilpensioniert. In meinem letzten Leitartikel möchte ich mit Ihnen, liebe Leser/-innen, auf mein Leben zurückblicken. Dabei ist mir wichtig, dass es weniger um mich als um GOTT geht. Denn mit dem Glück auf dieser Erde ist es so eine Sache: Glücklich wird nur, wer irgendwann beschliesst, nichts anderes zu wollen als das, was GOTT will!
Bei mir hat das schon früh begonnen, ohne dass ich GOTT speziell gesucht hätte. Der GRUND DES GRUNDES, der in allem Schönen und Schweren steckt, hat vielmehr mich gefunden!
Und dieser GOTT sagte Ja zu meinem ersten leidenschaftlichen Berufswunsch. So wurde ich Primarlehrerin! Doch nach vier Jahren in Hergiswil LU zog es mich weiter. GOTT arbeitete an mir wie eine Töpferin an ihrem Ton, wie ein Bildhauer an seinem Stein. Nach sechs Jahren Uni-Studium, gepaart mit viel Jugendarbeit, durfte ich mich Dipl. Theol., diplomierte Theologin, nennen.
GOTT schickte mich in eine grosse Pfarrei (St. Philipp Neri Reussbühl LU), in der ich gleich nach meiner Berufseinführung Leitungserfahrung sammeln durfte. Nach einer Ausbildung zur geistlichen Begleiterin in Wien war ich fünf Jahre Spiritualin im NDS BE, der Berufseinführung des Bistums Basel. Im September 2005 fand ich – dank eines genialen Stellenbeschriebs – den Weg an den Jurasüdfuss. GOTT wartete in der Kirche St. Pantaleon Günsberg bereits auf mich (siehe «Kirchenfenster» und Artikel, Seite 15).
15 Jahre lang wirkte ich als Gemeindeleiterin in dieser Pfarrei. Anschliessend überführte GOTT meine Stelle in den Pastoralraum Solothurn – Unterer Leberberg, und ich gewann ein grosses Team und viele neue Aufgaben, unter anderem die Strategieverantwortung für den Bereich «Altersseelsorge», dazu.
Zurzeit schaue ich dankbar auf mein bisheriges Berufsleben zurück – und da die Liebe zum Mensch gewordenen GOTT in mir nicht kleiner geworden ist, macht es SINN, noch ein paar Jahre weiterzuarbeiten. Während der letzten Teamklausur hat GOTT mir in der TIEFE meines Herzens eine «Verjüngungskur» geschenkt! Aktuell sieht es danach aus, dass ich die letzten Jahre meiner Berufstätigkeit schwerpunktmässig mit vielen jungen Menschen (Schüler/-innen, Tauf- und Erstkommunioneltern, Versöhnungswegkinder, Ministrant/-innen etc.) verbringen darf … Darauf freue ich mich sehr!
Bernadette Häfliger, Pfarreiseelsorgerin