Ankerpunkt-Gottesdienst
Sonntag, 8. Februar 2026
Sonntag, 22. Februar 2026, 10.30 Uhr, in der Kirche St. Niklaus.
Unser Gast beim nächsten Ankerpunkt ist Mirjam Sinniger, FABE Schweiz / Senegal.
Mit Herz, Tatkraft und Hoffnung: Mirjam Sinnigers Mission für Menschen im Senegal
Unser nächster Gast ist Mirjam Sinniger. Sie ist 47 Jahre alt, alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen und arbeitet bei Rodania in Grenchen. Im Jahre 2023 hat sie den Verein «Jokko Casamance» gegründet, um behinderten Menschen im Senegal ein besseres Leben zu ermöglichen.
Die Beziehung zum Senegal hat sich von ihrem Götti geerbt, der bei einem Hilfswerk im Senegal arbeitete. Als Mirjam – die gelernte Malerin und Bühnenbildnerin - ihn im Alter von 25 Jahren dort besuchte, hat sie sich auf der Stelle in das Land verliebt und wusste: Hier möchte ich mich einmal engagieren.
Zurück in der Schweiz verblasste dieser Traum wieder, eine Beziehung entstand und daraus zwei wunderbare Kinder. Und erst, nachdem sie sich von ihrer LongCovid Erkrankung erholte, kam dieser Traum wieder zum Vorschein.
Sie reiste erneut in den Senegal und erkannte, dass im Senegal eine Behinderung einen Menschen derart eingeschränkt und abhängig macht, dass er selber nicht lebensfähig ist. So startete sie eine Sammelaktion für Hilfsmittel für Behinderte in der Schweiz, erhielt Rollstühle, Krücken, Rollatoren und vieles mehr – alles in einem tadellosen Zustand, aber in der Schweiz nicht mehr im Gesundheitswesen einsetzbar. Um diese Sachen verschicken zu können, musste sie aber Geld auftreiben. Und gründete deshalb den Verein mit dem Ziel, beeinträchtigten Menschen im Senegal Mobilität, Würde und neue Perspektiven zu schenken., Sie organisierte weitere Hilfsmittel und initiierte ein Crowdfunding, um den Transport zu ermöglichen. Alles ehrenamtlich und mit grossem zeitlichem Einsatz.
Mirjams Vision geht jedoch weiter: Langfristig möchte sie vor Ort Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schaffen – etwa in Werkstätten, Krankenstationen oder Bildungsprojekten. Sie ist überzeugt, dass Hilfe nicht nur kurzfristige Unterstützung sein darf, sondern nachhaltige Strukturen braucht, die Selbstständigkeit ermöglichen.
Ihr Engagement ist getragen von Mitgefühl, Glaube an Veränderung und der Überzeugung, dass jeder Mensch Würde und Teilhabe verdient. Mirjam Sinniger zeigt, wie viel bewirkt werden kann, wenn man hinschaut, handelt und seine eigenen Möglichkeiten teilt. Ihre Mission ist ein stilles, aber kraftvolles Zeugnis christlicher Nächstenliebe – weit über Landesgrenzen hinweg.
Im Anschluss an den Gottesdienst sind Sie herzlich zum Austausch und dem Apéro eingeladen.